Donnerstag, 26. November 2009

Die ersten Besucher!

drei Wochen sind rum und mittlerweile haben mich die ersten Besucher (heim)gesucht.

Nach 18 Tagen Arbeit am Stueck und keine Nacht mehr als 5 Stunden Schlaf (3 hab ich ueberhaupt nicht geschlafen) war ich definitiv urlaubsreif und war darum echt froh, als ich letzten Mittwoch nach Montezuma gehen konnte, einen halben Tag einfach mit traegem Nichtstun verbringen und mich abends dann mit Lisa und Marco zu treffen.
Getroffen haben wir uns dann zufaellig in einem Restaurant wo ich gerade die Fussmal WM-Quali Costa Rica gegen Uruguay angeschaut hab (war aber gut, dass ich dann weg war, muss scheusslich gewesen sein).
Zusammen sind wir dann froehlich in ein anderes Restaurant spaziert, dass den tollen Namen "Cocolores" traegt. Wir hatten einen tollen Tisch direkt am Meer und ein gnadenlos schoener, einheitlich schwarzer Sichtschutz bewahrte uns vor dem erschreckenden Anblick des Wassers.
Das Essen war aber auf jeden Fall richtig gut und wir haben es uns insgesamt 3 Stunden gemuetlich gemacht und geredet und geredet.


Nach einer Supernacht (10 Stunden Schlaf!!) haben wir es uns am naechsten Morgen zuerst in einem Cafe gut gehen lassen und sind dann spaeter am Strnd lang zu meinem Projekt und von da aus weiter zu einem echt richtig schoenen Strand gelaufen (siehe Bild).
Wir sind, von der Wanderung erschoepft, natuerlich sofort ins Wasser und eins ist klar:
So warmes Wasser hatte ich selbst hier noch nie!!
Es hatte mindestens 25 grad, eher mehr, aber zum einfach rumduempeln und geniessen wars genau richtig! Echt super war auch, dass das der erste Strand ohne viele Wellen war, man also auch einfach mal schwimmen konnte, ohne alle 10 sejunden abtauchen zu muessen.
Wir haben uns dann noch in die Sonne gelegt und sind dann rechtzeitig (bei Flut ist der Strand unzugaenglich) auf den Rueckweg gemacht.




Am Abend gabs dann erstmal gutes Italienisches Essen (aber so richtig gut) und spaeter haben wir uns noch einen Film angesehen (Vicky Christina Barcelona...).
Den morgen drauf sind Lisa und Marco in den aeltesten Nationalpark Costa Ricas (Cabo Blanco)gegangen und ich habe mich auf den Weg nach San Jose gemacht, wo am Samstag eine Canopy-Tour anstand.
Am Samstag Morgen habe ch dann erstmal festgestellt, dass meine Kreditkarte nicht mehr geht und ich nicht genug Geld fuer eine weitere Nacht im Hostel hatte (ein saubloedes Gefuehl). so hab ich dann meinen Rucksack da unterstellen koennen und bin dann mit den anderen Freiwilligen los auf die Tour.


Und die war echt sehenswert. Das Prinzip einer Canopytour besteht darin, dass man festgegurtet an einem Seil von Plattform zu Plattform durch den Urwald saust und den Urwald mal aus Affenperspektive sehen kann.
(Das geuebte Auge sieht auf dem Bild da rechts ein Faultier)
Hat echt Spass gemacht, auch wenn es jetzt nicht irrsinnig aufregend war und das meiste gesehen hat man klarerweise auch von den Plattformen aus.
Fazit: super Sache, um sie einmal zu machen, da normalerweise unglaublich teuer (40-70$ pro Nase...)


Ja und seit dem duempel ich hier in meinem Lieblingshostel in San Jose rum, weil ich mein Geldproblem erst am montag loesen konnte und morgen schon wieder mein naechster Termin hier ist. Ist also eine ruhige Woche aber ich habe viele echt coole leute kennengelernt (richtig viele!!) viel Schach gespielt, Gitarre geklamft und gelesen, eindeutig eine hochwillkommene Entspannung fuer Leib und Seele!
und weil ich hier so viel Zeit verbringe auch mal ein Bildchen von diesen netten Plaetzchen (nennt sich uebrigens Tranquilo Backpackers und macht seinem Namen - tranquilo = ruhig - alle Ehre, Haengematten, Gitarre, nette Musik, abends leicht rotes Licht (jaaa ich weiss, was ihr jetzt alle denkt...) und Raeucherstaebchen.



Und Morgen gehts dann mit allen deutschen Freiwilligen zu einem Mittagessen auf die Residenz des deutschen Botschafters hier. Wird sicher eine nette Erfahrung (und ich werde danach wahrscheinlich bereuen, doch nicht mehr ins Auswaertige Amt gehen zu wollen ;) ).
Samstag morgen geht es dann zurueck und wieder an die Arbeit, aber daran lieber noch gar nicht denken ;)
liebe Gruesse
euer Lukas

Dienstag, 3. November 2009

Reisen, Arbeit und einen Monat voll anderer Dinge

Hey zusammen,

jetzt, nach einem Monat in dem ich viel gelernt und gesehen habe, kommt mal wieder ein Kurzbericht (naja, alles ist relativ gell) ueber vergangenes und vor mir liegendes.
Ich hatte angekuendigt, ueber die 10 freien Tage zu schreiben, die ich vom 5. bis zum 15. Oktober hatte,
naja, extrem aufregend waren sie nicht, aber ich fange mal vorne an.
Zuerst war ich einige Tage in San Jose, habe Lisa und Maja getroffen und es mir gut gehen lassen (mein Buechervorrat hat in der zeit ziemlich gelitten.
Dann wollte ich eigentlich nach Puerto Viejo um die ruhige Karibikatmosphaere kennenzulernen.
Daraus wurde aber leider nix, weil zuerst Plaene da waren auf einen riesigen Karneval zu gehen, worauf ich im Endeffekt aber doch keine Lust hatte und darum bin ich ganz wo anders hin gefahren, nach Santa Teresa und Mal Pais, zum teil, weil ich gehoert hatte, dass es da schoen sei und zum Teil, um meinen Geldbeutel zu schonen (vor allem die Touriattraktionen sind einfach idiotisch teuer, ich bezahl doch keine 65$ fuer ne Horsebackriding Tour oder 50$ fuer ne Seilbahnfahrt durch den Dschungel.......).
Ich hab mich also letztendlich in einem Hostel eingefunden mit dem schoenen Namen:
Tranquilo Backpackers, und dem Namen wurde es definitiv gerecht, schoene Zimmer, ruhige Atmosphaere (gut in der Hauptsaison ist das wohl auch geschichte) und ein leckeres Pancakefruehstueck.
Ich habe sofort nette Leute kennengelernt; zwei Kanadier (einer aus Vancouver und ich war spontan neidisch von wegen Olympia und so...) mit denen ich am naechsten Tag das erste Mal in meinem Leben auf diesen langen Wackeldingern stand und ich kann mit stolz behaupten, dass ich bei meinem zweiten Versuch auch wirklich stand (nach der Zeit fragt hier ja keiner :P )
war auf jeden Fall ein tolles und guenstiges Erlebnis. Abends gabs dann Sushi, naja ich sags mal so, ich werde wohl nie ein Fan des Geschmacks und der Preise werden.
So gingen die letzten freien Tage ins Land, mein Buecherstapel ist noch weiter geschrumpft und ich hab mich einige Male als Koch versucht und muss sagen, ich fand mich gar nicht so schlecht, nur is mir im nachhinein klar geworden, warum alle Tigos soviel Reis und Bohnen essen, das ist einfach das einzig erschwingliche, sobald man was mit Freisch, Nudeln oder sogar Kaese essen will ist man in einem Restaurant weit besser aufgehoben.
Joa, ich bin dann direkt zurueck nach Montezuma um fleissig weiterzuarbeiten und hatte in der naechsten Woche meine schoenste Zeit da dadurch bedingt, dass echt nette und engagierte Freiwillige mit mir gearbeitet haben. Ihre abreise hat auch ein erstes Motivationsloch gerissen, dass durch das sagenhaft schlechte Wetter (7 Tage regen wortwoertlich ohne pause) beguenstigt wurde. Aber dann kamen rechtzeitig mit letzter Woche die naechsten Tage in San Jose und das erste Mal auch wieder mit den anderen ICJA Freiwilligen. Waren schoene Tage, die mit einer Aktivitaet fuer die Ticos geendet haben, die ihrerseits gerne nach Europa moechten und anschliessend gabs noch eine Halloweenfeier. War klasse, mal alle wiederzusehen und seit gestern bin ich auch hier wieder mit vollem Eifer (und vollem Haus - es sind gerade 16 Mexikaner da ) bei der Sache. In gut zwei Wochen bin ich wieder frei, da wollen zwei Freunde (Lisa und Marco) mich besuchen kommen.
Ich melde mich demnaechst wieder
liebe Gruesse
Lukas

p.S. ja, so ein bisschen vermisse ich Deutschland schon, vor allem den KAESE!!!!! der ist grauenhaft hier *brrrr*

Mittwoch, 30. September 2009

Training und anderes

Hallo zusammen,
nach langer zeit fast ohne internet jetzt wieder mal ein schoener bericht aus einem noch schoenenern Land!
vor fast drei wochen hat mein Investigation and Field Working Training (hoert sich toll a find ich) angefangen und ich wurde erstmal ins vollstaendig kalte wasser geworfen und das Wortwoertlich denn ich hatte keine ahnung, dass ich eine fkuss zu durchqueren haette, um zum camp zu kommen, naja, nach 30 metern mehr schwimmen als waten und 400 metern laufen war ich dann da und mein erster eindruck war: jap, so hab ich mir so ein camp immer vorgestellt, ein Traum in Holz, wo alles an einem fleck ist, kurze laufwege, alles zweckmaessig aber gemuetlich mit palmen, Volleyballfeld und wasser aus der pumpe, tagsueber ein paradies, nacht die haerteste Arbeit, die ich je gemacht hab ( auch wenn ich das letztes mal schon geschrieben habe aber hier war es nochmal ne schippe mehr) nachts teilweise 7-8 stunden Patrouille und nur 3 stunden schlaf bis zum fruehstueck, nach 2 wochen ist man da sowas von am ende aber auch froh, dass man es geschafft hat.
Zum Glueck waren viele andere volunteers da, so hat man mmerhin zusammen gelitten und meistens darueber gelacht und wenn es mal jemandem nicht so gut ging (oder dem fuss, was ob der Massen an Steinen am strand oefter vorkam) wurde er oder sie sofort von den anderen in Schutz genommen, echt richtig nette leute allesamt da und immer wieder schoen, neue freunde zu finden!!
Am ersten Sonntag (Sonntag war tagsueber immer komplett frei) haben wir dann eine Schnorcheltour gemacht (zumindest nannte sie sich so) es war ein ziemlicher reinfall, der Tourguide hat uns mehr oder weniger nur hingefahren und uns Masken und Schnorchel (nein, keine flossen) hinterhergeworfen und sichwieder ausm staub gemacht, kein sterbenswoertchen, wo man schnorchels soll oder und das waere wichtig gewesen, wo auf keinen fall,weil es da vor felsen nur so gewimmelt hat, naja, man bezahlt halt Lehrgeld (in diesem Falle 15$) und macht es das naechste mal besser.
In der naechsten nacht gabs dann auch nen schoenen moment, als naemlich eine schildkroete gerade friedlich am Loch buddeln war (was die meisten schildkroeten mit hingabe und seelenruhe zelebrieren) kam eine verdammt grosse welle, die uns aber vor allem die schildkroete extrem ueberrascht hat, sie war danach naemlich weg und wir ham am boden gelegen vor lachen bis die naechste welle kamm und wir genauso nass waren, wie die Schildkroete.
Naja, war ne schoene und harte zeit auf die ich auch immer mit einen gehoerigen portion Stolz zurueckblicken werde!
Jetzt bin ich im moment wieder in montezuma, wo alles seinen gewohnten gang geht, weniger Kroeten, mehr Arbeit am Tag usw... Nur, dass der gesamte Suedzipfel der Halbinsen von Nicoya die letzten 4 tage keinen Strom hatte, schon seltsam sowas ^^
Ich werde mich mal wieder aufmachen, ab naechsten Dienstag hab ich 10 Tage urlaub, dann kann ich auch mal von meiner Freizeit erzaehlen, die ich bisher (ausser zwischendurch mal 2-3 stunden am strand) noch nicht hatte
Liebe Gruesse
Pura Vida

Lukas

Donnerstag, 10. September 2009

Das Projekt

Hola zusammen

Seit 5 Tagen arbeite ich jetzt in der Naehe von Montezuma am Strand und jetzt soll doch mal eure Neugierde gestillt werden, wie es denn ist und was ich da im Moment ueberhaupt mache.
Ich bin also am Samstag nach knapp 6 stunden Busfahrt in Montezuma angekommen (die Ueberfahrt auf einer Faehre war echt klasse)
und bin dann, nachdem ich meinen grossen Rollkoffer in einem Touristenbuero untergestellt hatte, mit meinem Begleiter, dem Koch des Refugiums, am Strand entlang gelaufen und durch Waldabschnitte, es war ein echt schoener Spaziergang etwa eine gute halbe Stunde lang bis zum Refugium.
Und dann war da das Eingangsschild und (hier haette ich gerne ein Bild eingebaut, aber im Hostel wurde mir meine Kamera gestohlen) war spontan begeistert, erstmal hat man von den Gebaeuden nichts gesehen, sondern nur bluehende Straeucher, Palmen und andere Baeume die einen Weg bis zum Refugium selber saeumen.
Die Unterkunft ist ganz anders aufgebaut, als alles, was ich bisher gesehen habe, so ist unten ein Essbereich und eine Kueche komplett ohne Waende und oben dann ein abgeschlossener Dachstuhl, wo die Volunteers wohnen bzw. schlafen.
Ich habe dann auch die ersten Leute kennengelernt, die da arbeiten, ein US-Amerikaner, der nur fuer 2 wochen da ist und Braulio, mit dem ich jetzt laenger zusammenarbeiten werde und der schon einiges an Erfahrung hat, Schildkroeten betreffend.
Ich dachte eigentlich, der erste Tag wuerde etwas ruhiger werden, aber statt mich erstmal in der Haengematte auszuruhen musste ich gleich mit den beiden arbeiten gehen und zwar sind wir an den Strand und haben mit Saecken Sand in einen abgetrennten Bereich geschleppt, in dem wir spaeter die Eier vergraben und beobachten wollen.
Die Arbeit ging etwa vier Stunden lang und ich war danach echt fertig und muede, doch an schlafen war noch lange nicht zu denken, denn nach dem Essen bin ich noch mit auf einen Patrouille gegangen, wo mir das erste Mal erklaert wurde, was es mit der Arbeit so auf sich hat und was auf mich zukommen wird.
Nach der Patrouille bin ich dann todmuede ins Bett geklappt und habe super geschlafen, zumindest, bis mich die Bruellaffen um 5 Uhr unsanft geweckt haben; ich haette nie gedacht, das so kleine Tiere so einen Riesenradau veranstalten koennen.
Um 8 Uhr sind wir dann wieder zum Sandsaeckeschleppen an den Strand, was diesmal nur 3 Stunden gedauert hat und den Sonntagnachmittag hatten wir Frei, was zwei andere Freiwillige und ich fuer eine Strandsession mit baden und sonnen genutzt haben: ich muss sagen, das Wasser war echt richtig warm, zum richtig abkuehlen fast sogar schon zu warm und die Wellen waren grandios, es macht einfach Spass, sich, wenn man nur bis zum Bauch im Wasser ist von Wellen ueberspuelen zu lassen.
Sonntagnacht war es dann wieder Zeit fuer eine Partouille, die aber schnell zu ende war und Ereignislos verlief.
Am Montag haben wir meinen Koffer und 7 Freiwillige in Montezuma abgeholt und ganz ehrlich, das Koffertragen ueber den Strand war die haerteste Arbeit ueberhaut, auch wenn das insgesamt hier echt kein Zuckerschlecken ist, zumindest, was die Arbeit betrifft, der Rest ist echt bilderbuchwuerdig.
Die Arbeit ging weiter wie in den letzten Tagen, Sand schleppen, Schaufeln und zum ersten Mal auf das Gebiet (wenn auch nur unser kuenstliches Nest und das drumherum) von Muell befreien.
Am Dienstag Abend schliesslich hat mir mein Supervisor feierlich verkuenet, dass ich ja nicht nur Volunteer, sondern auch Staffmember sei nund darum Mehr Verantwortung haette und am naechsten Tag (also Gestern) nach San Jose fahren solle und dann weiter an einen anderen Strand, wo ich ausgebildet werden soll. Ja dann hab ich schnell meine Sachen zusammengerafft und bin danach noch auf eine Patrouille gegangen, auf der ich meine erste Schildkroete gesehen habe, keine riesige, aber doch ein echt beeindruckendes Erlebnis, wir haben sie dann noch genau vermessen, die markiert und eine Weile beobachtet (fuer alle, die es genau wissen wollen, es war eine Oliv-Bastardschildkroete).
Gestern bin ich dann nach San Jose und habe mit einigen Freunden das Costa Rica Spiel gesehen (sie haben 1:0 verloren gegen El Salvdor) und heute mache ich mich gespannt auf den Weg nach Buena Vista und schaue, was mich dort erwartet.
Alles Gute
Hasta Pronto

Lukas

Mittwoch, 2. September 2009

Die letzten Tage im Hostel

Buenos Dias,

ich wohne jetzt sein gut zwei Wochen in einem Hostel in San Jose und die Zeit hier, der erste Abschnitt neigt sich langsam dem Ende zu; Zeit, einmal zu resuemmieren.
Die einschneidendsten erlebnisse waren sicher, dass Taxen rot, dass Steckdosen flach und platt sind und, dass Lichtschalter nicht nach oben oder unten, sondern nach rechts oder links gedrueckt werden muessen!! Sowas dreistes, da lernt man elementare dinge ueber 19 Jahre und dann das, das hat mein Weltbild echt auf den Kopf gestellt, ich habe den Glauben in das Gte verloren!!
Nein, Spass beiseite, hier ist tatsaechlich so einiges anders, als bei uns in Deutschland, das faengt schon bei der Art an, wie man hier die Handyrechnung bezahlt (man telefoniert, geht nach einiger Zeit in einen x-beliebigen Supermarkt und bezahlt; irgendwie is das schon einfacher, als in Deutschland.
Am Anfang haette ich auch nie gedacht, dass ich mich auf ein warmes und extrem reichhaltiges Fruehstueck bestehend aus Reis, Bohnen und gebackenen Bananen jeden Tag einlassen koennte aber es schmeckt gut und tut auch gut!!
Ganz anders als in Deutschland sind die Busse!!
Man bezahlt hier prinzipiell bei einsteigen, die Haltestellen haben keine Namen und zeigen auch nicht an, welche Busse da halten und, und dass ist am Anfang am verwirrendsten, die Busse fahren hin und zurueck nicht den gleichen Weg was bedeutet, dass man teilweise einen Bus hin und einen anderen zurueck nehmen muss, man gewoehnt sich aber schnell daran und dann ist das eigentlich kein Ding mehr.
Eins habe ich jedoch auch gelernt, wenn man mal einen Bus nicht findet, nicht nur eine Person fragen, auch wenn diese meint, zu wissen, wo der Bus zu finden sei, denn die Ticos sind ein lustiges Voelkchen und erlauben sich auch gerne mal Scherze mit Touristen.
Was mich auch ueberrascht hat, sind die Taxipreise, da zahlt man doch fuer etwa eine Viertelstunde Fahren gerade einmal 3 Euro, finde ich persoenlich enorm guenstig, darum fahre ich hier auch echt oft, vor allem abends, weil man uns schon gesagt hat, dass man ab 6 nicht mehr unbedingt alleine herumlaufen sollte.
Etwas ganz anderes, was man sonst auch nicht so zu sehen bekommt, sind die illegalen Strassenverkaeufer hier, die sich so ab Nachmittags um 3 in der gesamten Innenstadt vertailen und diverse Waren aber vor allem unglaublich billige Raubkopien von FIlmen anbieten.
Das faszinierende ist aber eigentlich ihr Teamwork, wenn einer der Verkauefer einen Polizisten sieht, dann gibt er den anderen ein Signal und innerhalb von 30 sekunden ist kein Verkaeufer mehr zu sehen, verschwunden inklusive Ware.
Beeindruckt haben mich auch die Haeuser hier, so sieht man nicht ein mindestens doppelt von vorne und oben vergittertes Haus und extrem Viele haben einen Wachhund im Vorgarten stehen. und auch sonst zieht man rechts und links am Strassenrand fst nur Gitter, Mauern und Maschendraht und ausserdem extrem viele Polizisten und Sicherheitspersonal herumlaufen, das ist eindeutig etwas ungewohnt, wird aber schnell zum Alltag.
Eine meine Hoffnungen, die sich erfuellt haben sind vor allem Die Fruechte hier, das Obst, die Bananen, die Ananas, die Kokosnuesse und Pipas (unreife, noch gruene Kokosnuesse, die aufgeschlagen und getrunken werden), Mangos!!! (hatte ich noch nie auch nur annaehernd so gute, wie hier), suesse Zitrone, Grenadilla, Wassermelonen, Sternfruechte, Pitahayas (glaube die heissen auf Deutsch Drachenfrucht), einfach alles und unglaublich lecker; man kann einfach zu einem der vielen Strassenhaendler gehen und es sich schmecken lassen.
Grandios sind auch die Maerkte, riesig, mit gigantischer Auswahl, verwinkelt und billig.
Aber jetzt zu mir, wir haben am Wochenende einen Ausflug zu einem Strand gemacht (fuer alle, die nachschauen wollen, wie es da aussieht, er heisst Manuel Antonio)
Nach 5 einhalb Stunden Busfahrt mit viel Stau waren wir da und spontan beeindruckt, Regenwald und Palmen bis rirekt an den Strand, schoene Wellen, warmes Wasser (ich schaetze etwa 25 grad) Sonne.
Wir haben es und gut gehen lassen und die Nacht etwas Party im Hostel gemacht und am naechsten Tag nochmal die Sonne genossen.
Die Heimreise war weniger schoen, weil wir 4 Stunden stehen mussten im Bus aber das hat mir im Endeffekt nix ausgemacht und war auch mal eine Erfahrung in einem gestopft vollen Bus dicht gedraengt stehen zu muessen.
Gestern bin ich das erste Mal in das Haus einer costaricanischen Familie gekommen und habe mit der Gastmutter von zwei anderen Freiwilligen gesprochen, der ich sofort leid tat, weil ich keine Gastfamilie habe und sie hat sofort gemeint, sie sei die Maria und ab jetzt meine Gastmutter und ich habe jetzt auch 4 Gastgeschwister, einen Gastneffen und eine Oma und ich solle immer vorbei kommen, wenn ich wollte und Weihnachten ja sowieso, da habe ich mich sofort wohlgefuehlt, auch wenn ich ab samstag immer 6 stunden nach San Jose fahren muss.
Denn, fuer alle, die es noch nicht wissen, mein Projekt hat sich ja doch geaendert, sodass ich jetzt in einer Station auf der Halbinsel von Nicoya in einem oekologischen Projekt bin und mit instandhaltung von Straenden und dem Artenschutz von Meeresschildkroeten beschaeftigt sein werde. Desweiteren werde ich wohl Informationsveranstaltungen an Schulen und anderen oeffentlichen Einrichtungen halten und Leute ueber Umwelt- und Artenschutz, sowie den "oekotourismus" aufklaeren. Die Station hat keinen Strom und man muss vom naechstgelegenen Ort etwa 30-40 minten Laufen, durch Urwald und ueber den Strand.
Ich werde da mit den Rangern wohnen und teilweise sind no
h schort-time-volunteers da, fuer die ich dann verantwortlich sein werde.
Ich bin schon extrem gespannt, wie das wohl wird, auf jeden fall wohl etwas ganz anderes, als ich bisher jemals erlebt habe oder erleben werde.
Das war es soweit erstmal von mir, ich hoffe, ich kann relativ regelmaessig berichten, wenn ich aus der Station wegkann
bis demnaechst
Lukas

Donnerstag, 27. August 2009

Der Sprachkurs hat angefangen

Buenas Tardes

Bevor ich zu dem komme, was der Titel eigentlich schon sagt, erstmal ein Bericht vom Orientation-camp:
Wir sind SAmstag morgen angekommen und waren erstmal voellig sprachlos.
Das Camp war mehr ein Feriendorf, als ein "camp" und wir hatten einen pool und echt schoene Zimmer. Dazu kam noch, dass sogar das Wetter mitgespielt hat, was hier in dr Regenzeit echt was heissen will!!
Naja auf jeden fall haben wir einges ueber Costa Rica gelernt und auch so richtig spass gehabt, wie etwa beim salsa und merengue tanzen, was bei der Luftfeuchtigkeit echt ein schweisstreibender sport war^^
Naja, der Reggeaton hats mir nich ganz so angetan, aber das is natuerlich auch geschmackssache.
Unsere Leiter waren(sind) auch richtig gut drauf, mit dem Vorsitzenden der organisation hier waren wir zum beispiel gestern abend in einer typisch costa ricanischen bar (viele leute,laute musik und guenstiger alk:P) und haben etwas getrunken und getanzt. Naja, war auf jeden fall echt der hammer und haette ruhig laenger dauern duerfen^^
Ja und jetzt sind wir seit Dienstag in nem Spanischkurs, der ansich leider nich soooo viel bringt aber ok, ich habs schon fast vermutet; eventuell werde ich in einen hoehreren kurs wechseln abr mal schauen, auf jeden fall nehme ich im moment jede gelegenheit wahr, spanisch zu sprechen und das macht sich langsam doch echt bemerkbar, ich kann mich mittlerweile (was ich nach einer woche schon ganz gut finde) gut verstaendigen und etwas smalltalk machen, wenn die anderen nich allzu schnell reden.
Jetzt am wochenende wollen wir uns einen nahegelegenen Vulkan anschanen (Irazu) und naechste woche gehts weiter mit dem spanischkurs.
Ich koennte mir im moment keinen besser ort vorstellen, um meinen zivildienst ableisten;)
bis dann
Mucho suerte
Lukas

Freitag, 21. August 2009

Erste Tage

Hola,

jetzt bin ich mittlerweile seit drei tagen in San jose und muss doc langsam mal berichten, wie es hier so ist:
Der Flug lief erstmal reibungslos und unkomfortabel, was ich aber größtenteils verschlafen habe.
Dafür war aber das Essen umso besser und reichlich.
In San Jose Angekommen wurden wir (ein Österreicher Namens Marco und ich) zu unserem Hostel gefahren und sind dort nur noch ins Bett gefallen.
Gestern und Vorgestern haben wir uns San José und Cartago angesehen; teilweise auf eigene Fause und teilweise mit Führung von einer ICYE-Mitarbeiterin und einem ihrer Freunde.
Und ich muss sagen, dass das Zentrum von San José echt sehenswert ist. Nur ist alles drumherum irgendwie, naja, gleich halt^^
Heute treffen wir uns das erste Mal mit allen Freiwilligen zu einem Welcome-Event und morgen gehts auf das Orientation-Camp nach irgendwo außerhalb von San José, wird sicher super.
ich schreibe danach, wie es war,
Hasta luego

Lukas

Donnerstag, 13. August 2009

Noch 5 Tage

Jetzt, 5 Tage vor der Abreise, habe ich so langsam alles für Costa Rica zusammen,
die letzten Dokumente sind da, es wird schonmal etwas gepackt und Freunde werden verabschiedet. Irgendwie is noch alles etwas unreal aber von Tag zu Tag realisiere ich mehr, dass ich wirklich bald für ein Jahr weg bin.
gestern habe ich auch erfahren, dass ich die ersten Tage in San José in einem Hostel wohnen werde.
Einerseits ist es schade, dass ich nicht in eine Gastfamilie bin aber andererseits lerne ich so die anderen Freiwilligen kennen und da freue ich mich riesig drauf.

Freitag, 31. Juli 2009

Lenzkirch war toll


Ich bin heute Nachmittag aus Lenzkirch zurück gekommen und muss sagen, dass das Seminar echt klasse war. Ich habe tolle Leute kennengelernt und wiedergetroffen, viel gelernt über den Freiwilligendienst im Allgemeinen und Costa-Rica im Speziellen aber auch viel zu allgemeinen Themen wie Rassismus, Menschenrechten, Migranten und Welthandel gelernt.
Es war eine klasse Woche mit viel Sonne, Salsa, Gitarre, singen, diskutieren, essen, kochen, Doppelkopf und Skat spielen und extrem wenig Schlaf.
Und auch meine Vorfreude ist beträchtlich angewachsen; die letzte Etappe vor der Abreise ist sozusagen geschafft, jetzt kommt "nur" noch etwas Zeit zu Hause.
Außerdem habe ich heute meine Unterkunft bekommen, und zwar ist es das "Refugio Romelia" auf der Halbinsel von Nicoya im Westen von Costa Rica am Pazifik; ich habe natürlich gleich gegoogelt und ein Bild von der Umgebung gesucht, das ich hier hochladen kann und da oben links ist es.
bald gibt es wieder neues von mir
Lukas

Mittwoch, 22. Juli 2009

Endvorbereitung

Im 4 Wochen geht es los und nächste Woche gibt es noch einmal ein Vorbereitungsseminar in Lenzkirch. Ich bin mal gespannt, was man uns da eine Woche lang erzählen wird.
Auf jeden Fall wächst die Vorfreude von Tag zu Tag.